Die Vergabe von Credit Points orientiert sich an der Arbeitsbelastung der Studierenden. Dabei entspricht ein Credit Point einem zeitlichen Aufwand von 30 Stunden. Die Bucerius Law School geht davon aus, dass jede Präsenzstunde die doppelte Zeit an Vor- und Nachbereitung für die Studierenden bedeutet. Eine dreistündige Veranstaltung erfordert also wöchentlich einen Arbeitsaufwand von 3 x 3 = 9 Stunden. Das sind in einem Trimester (zehn Wochen Veranstaltungszeit) 90 Stunden. Wenn der Student die Abschlussklausur besteht, vergibt die Hochschule für diese Veranstaltung drei Credit Points. Ein Seminar, bei dem zusätzlich noch eine Seminararbeit zu erstellen ist, erhält dabei entsprechend mehr Credit Points als eine Vorlesung mit gleicher Stundenzahl.
Die Credit Points werden unterteilt in solche, für deren Erwerb das Bestehen einer benoteten Prüfung erforderlich ist (benotete Credit Points: grundsätzlich für alle Prüfungen in den Pflichtvorlesungen, Wahlveranstaltungen, sowie für die anzufertigende Bachelorarbeit), und solche, für die der Nachweis der Teilnahme erbracht werden muss (sonstige Credit Points: beispielsweise für alle vorlesungsbegleitenden Kleingruppen, das Studium generale, die Praktika und das Auslandsstudium). Insgesamt sind 200 Credit Points für den LL.B. erforderlich, davon 150 benotet. Die Note einer einzelnen Prüfung geht hierbei mit dem Gewicht der Credit Points, die der jeweiligen Veranstaltung zugeordnet sind, in die Endnote des LL.B. ein. Hier erhalten Sie eine Übersicht über die Credit Points, die in den einzelnen Fächern vergeben werden: Aktuelle Übersicht Leistungspunkte (pdf)
Bitte beachten Sie zum Thema LL.B. bitte auch den Bereich "Jura und Bologna".
LL.B. und Berufsaussichten
Der Bachelor der Bucerius Law School eröffnet Studierenden, die nicht an einer rein juristischen oder volljuristischen Tätigkeit interessiert sind, die Möglichkeit, in ihren Ausbildungsweg ein solides und kompaktes juristisches Studium mit persönlichkeitsbildenden, wirtschaftlichen und internationalen Komponenten zu integrieren. Die Ausbildung kann dann um einen Masterstudiengang ergänzt werden und/oder später Tätigkeiten ergriffen werden, in denen ein juristisches Grundverständnis wichtig ist. Der
"Bucerius/WHU Master of Law and Business" ist beispielsweise ein solches Ergänzungsangebot.
Etwa 5 Prozent der Studierenden der Bucerius Law School verlassen die Hochschule mit dem LL.B., ohne das Staatsexamen absolviert zu haben. Diese Absolventen haben ganz unterschiedliche Wege eingeschlagen, beispielsweise:
- Einstieg bei der Unternehmensberatung McKinsey als Junior Fellow,
- Einstieg beim Verlag MairDumont als Senior Business Development Manager,
- Praktikum bei der Unternehmensberatung Roland Berger,
- Masterstudium an der ESCP Europe - School of Management,
- Mediziner, der nach dem ersten medizinischen Staatsexamen den LL.B. erfolgreich abgeschlossen hat, im Anschluss das Medizinstudium fortgesetzt hat, um in der internationalen Gesundheitsadministration zu arbeiten.
- Geisteswissenschaftler mit dem Berufsziel Journalismus, der vor einem Volontariat den LL.B. erfolgreich abgeschlossen hat.
Dies ist die große Chance, die im Bologna-Prozess liegt. Studierende werden in Zukunft die Möglichkeit haben, sich – europaweit anerkannt – ihren Ausbildungsweg wie nach einem Baukastenprinzip zusammenzusetzen.